Flyla Logo

Auslandssemester während Corona - 6 Tipps zum Semesterstart

Auslandssemester während Corona - 6 Tipps zum Semesterstart

Was tun?

Auslandssemester... Die Zeit im Studium, in der man neue Kulturen, neue Orte, neue Menschen und Neues über sich selbst kennenlernt. Die Zeit, in der man die meisten Tage draußen verbringt und ein fremdes Land regelrecht inhaliert. Oder eben die Zeit, in der man in Quarantäne sitzt und alles etwas aus dem Ruder läuft. Du warst im Auslandssemester, hast frühzeitig abreisen müssen, und hast keine Ahnung wie es weitergehen soll? Was wird Dir jetzt angerechnet, wirst Du von Erasmus weiterfinanziert, wie kannst Du wo weiter studieren? Du bist vielleicht sogar noch im Ausland und fühlst Dich gestrandet?

Keine Sorge: FLYLA got your back.

Ich saß im gleichen Boot wie Du, habe andere Studierende in ähnlicher Lage interviewt und mich mit offiziellen Angaben des DAAD und einiger Universitäten auseinandergesetzt. Hier sind 6 Tipps, damit Du aus dem Schlamassel wieder rauskommst.

1. Gesundheit geht vor

Die aktuelle Lage bringt so ziemlich alles durcheinander, was wir als Studierende gewohnt sind - im Auslandssemester ist das noch deutlicher zu spüren. Vielen Studierenden ist unklar, wie ein "Abbruch" ihres Aufenthaltes rüber kommt, wie es sich auf ihren Lebenslauf auswirkt, was sie noch angerechnet bekommen, ob sie ein Semester hinten dran hängen müssen, und und und... An dieser Stelle mein erster Tipp: Das Wichtigste ist Deine Gesundheit und Sicherheit! Alles andere lässt sich auch hinterher regeln. Mehr zum Administrativen jetzt:

2. Nutze deine Kontakte

Und das meine ich jetzt nicht im Sinne einer schmierigen Vetternwirtschaft, versprochen. In diesem Chaos brauchst Du klare Ansagen. Diese klaren Ansagen können Dir am zuverlässigsten die Profis im Fach geben. Schreib Emails an Deine Studiengangs-Koordinatoren - sowohl an Deiner Uni als auch an Deiner Gasthochschule, melde Dich auch beim International Office. Die besten Antworten kriegst Du direkt an der Quelle. Du bist in Deiner Lage nicht allein und wirst hier schnell Unterstützung bekommen.

3. Hol dir, was dir zusteht

Viele von uns haben das Problem, dass sie wieder in ihrem Heimatland sind und sich wieder an ihrer Heimat-Uni für das Sommersemester eingeschrieben haben. Wenn das Auslandssemester abgebrochen ist, bleibt auch die Förderung von Erasmus aus. Manche von uns haben aber vielleicht noch laufende Kosten im Ausland. Wie soll man das finanzieren? Keine Panik! Dank der harten Arbeit von vielen Erasmus Mitarbeiter*innen gelten in dieser Ausnahmesituation neue Regeln. Du bekommst weiterhin die Förderung, wenn Du eine dieser folgenden Bedingungen erfüllst:

  1. Du führst Dein Auslandssemester in Form von Online Kursen Deiner Gasthochschule fort.
  2. Du planst lediglich eine Unterbrechung einzulegen (gezwungenermaßen) und führst Deinen Auslandsaufenthalt fort, sobald die Corona-Maßnahmen aufgehoben sind.
  3. Du bist zurück zu Hause, wirst nicht zurückgehen, nimmst nicht an den Online Kursen teil, hast aber noch laufende Kosten im Ausland, die direkt mit dem Auslandssemester zusammenhängen (Darunter fallen Miete, Stromrechnungen etc.).

Du bist Dir unsicher, ob Du unter eine dieser Bedingungen fällst? Hier der nächste Tipp:

4. Nicht zögern

Normalerweise will und sollte man nicht jede mögliche Ansprechperson mit seinem Anliegen vollquatschen. Normal ist aber gerade nicht - zögere also nicht, entsprechenden Personen Deine Lage zu schildern und direkt um Rat oder gar um Hilfe zu bitten. Diese Situation ist für alle neu, und aus eigener Erfahrung kann ich versichern, dass Dir und Deinen Kommilitonen momentan mit sehr viel Verständnis und Kompromissbereitschaft entgegen gekommen wird. Das setzt natürlich voraus, dass Du den Frust über die Umstände nicht an den einsatzbereiten Mitarbeitern auslässt! ;)

5. Veni, vidi, vici

Lass die Situation erst ruhig auf Dich einwirken, schau Dir Deine Handlungsmöglichkeiten an, und triff dann die Entscheidung, mit der Du das Beste aus dem Ganzen rausholst. Dann kannst Du die weiteren Schritte einleiten, wie zum Beispiel, die nötigen Dokumente einzuholen: Aufenthaltsbestätigung (wichtig für deine Förderung) und Transcript of Records (wichtig für die Anrechnung von ECTS Punkten). Ein Schritt nach dem Anderen. Du schaffst das.

6. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Ich weiß, dass das alles nervt. Anders kann man es nur schwer ausdrücken, seien wir ehrlich. Aber an Deiner Situation ändern Frust und schlechte Laune nichts. Optimismus und ein Blick nach Vorne sind jetzt besonders wichtig. Nur weil die Menschheit aktuell wie lahmgelegt wirkt, heißt es nicht, dass wir nicht in naher Zukunft wieder so mobil sein werden, wie wir es gewohnt waren. Sobald es wieder möglich ist, werden wir unsere Bewegungsfreiheit und die Grenzenlosigkeit unserer globalen Welt noch mehr zu schätzen wissen. In Deinem Auslandssemester bereits entstandene Freundschaften wirst Du unter Freudentränen wieder aufleben lassen können, die Neugierde auf zukünftige Auslandsaufenthalte wirst Du stillen können. Nur Geduld, zusammen schaffen wir das!

Ein letzter Hinweis: Kontaktiere uns, falls sich Dein Land im Lockdown befindet und Du nicht ausreisen darfst. FLYLA wird sich um das weitere Vorgehen für Dich kümmern und Dir bei Deinen nächsten Handlungsoptionen zur Seite stehen :-)