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Ein perfekter Tag in... Lissabon

Ein perfekter Tag in... Lissabon

Lissabon – die Hauptstadt Portugals hat sich in den letzten Jahren zu DER neuen Städtetrip-Destination Europas entwickelt und gefühlt jeder Zweite aus dem eigenen Umfeld hat Lissabon schon längst besucht oder zumindest auf seine Travel-List gesetzt. Der Hype ist allerdings nicht unbegründet, denn die Stadt an der Atlantikküste bietet den perfekten Mix aus Tradition und Moderne:Neben hippen Cafés finden sich echt portugiesische Restaurants, junge Leute mit Kopfhörern hetzen an betagten, spazierenden Portugiesen vorbei, eine Vielzahl von Museen stellen Portugals kulturelles Erbe aus und eine Ecke weiter wird man von der Lissaboner Street-Art Szene beeindruckt. Die Liste der Gegensätze in einer der charismatischsten Städte Europas ist endlos –und doch schafft es Lissabon, diese Gegensätze zu verbinden und an diesem Ort eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen. Angekommen am LissabonerFlughafen bietet die Hauptstadt den perfekten Ausgangspunkt für eine Rundreise durch Portugal, weshalb ich Euch im Folgenden Blogartikel meine persönlichen Highlights vorstellen möchte, um selbst in 24 Stunden einen ersten Eindruck der Stadt zu erhalten.

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9:00 Uhr: Frühstück im „Basilio“

Frühstückscafés findet man in europäischen Großstädten mittlerweile wie Sand am Meer –doch das Angebot in Lissabon hat mich bei meinem ersten Besuch wirklich überwältigt. Als absoluter Breakfast-Lover muss ich zugeben, dass mich das portugiesische Frühstück, das meistens nur aus einem Toast oder süßen Gebäck und einem Kaffee in einerPastelariabesteht, eher weniger überzeugt. Viel zu groß ist die Anzahl an alternativen Frühstücks-Möglichkeiten –und besonders ans Herz legen kann ich Euch das „Basilio“, ein hippes Café in sehr zentraler Lage in Alfama. Hier kann man, inmitten von Filmplakaten an der Wand, Leuchtschildern und von der Decke hängenden Pflanzen, ein sehr leckeres und gesundes Frühstück genießen: Von Avocado-Toasts bis hin zu Pancakes oder Acai-Bowls –hier ist für jeden etwas dabeiund der Service ist ausgesprochen freundlich und offen. In so einer coolen Atmosphäre vergisst man schnell die Zeit –und kann entspannt und gestärkt in den Tag voller Sightseeing starten.ghttps://unsplash.com/photos/zUNs99PGDg011:00 Uhr: Getting lost in den Gassen von Alfama Das „Basilio“ ist der optimale Ausgangspunkt, um die Altstadt Lissabons, Alfama, zu erkunden. Alfama gilt als das ursprünglichste Stadtviertel, welches während der arabischen Herrschaft mit der Burganlage „Castelo de São Jorge“ das Herrschaftszentrum Portugals bildete. In den vielen verwinkelten, steilen Gassen verliert man sich schnell, trifft auf einen der vielen Miradouros (Aussichtspunkte) und kann schwarz-weiß Portraits von ehemaligen Bewohnern an alten, gefliestenHauswänden bewundern. Alfama hat seinen eigenen Charme, der nicht zuletzt durch die gelbe Straßenbahn 28 bestimmt wird, die sich durch das hügelige Viertel schlängelt. Wer keine Lust hat zu laufen (was ich allerdings sehr empfehlen würde) kann sich dementsprechend auch einfach in die Bahn setzen und von dort aus Alfama auf sich wirken lassen. Mein Lieblingsaussichtspunkt: „Miradouro da Graça“

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11:00 Uhr: Getting lost in den Gassen von Alfama

Das „Basilio“ ist der optimale Ausgangspunkt, um die Altstadt Lissabons, Alfama, zu erkunden. Alfama gilt als das ursprünglichste Stadtviertel, welches während der arabischen Herrschaft mit der Burganlage „Castelo de São Jorge“ das Herrschaftszentrum Portugals bildete. In den vielen verwinkelten, steilen Gassen verliert man sich schnell, trifft auf einen der vielen Miradouros (Aussichtspunkte) und kann schwarz-weiß Portraits von ehemaligen Bewohnern an alten, gefliestenHauswänden bewundern.

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Alfama hat seinen eigenen Charme, der nicht zuletzt durch die gelbe Straßenbahn 28 bestimmt wird, die sich durch das hügelige Viertel schlängelt. Wer keine Lust hat zu laufen (was ich allerdings sehr empfehlen würde) kann sich dementsprechend auch einfach in die Bahn setzen und von dort aus Alfama auf sich wirken lassen. Mein Lieblingsaussichtspunkt: „Miradouro da Graça“

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13:00 Uhr: Mittagssnack in der LX Factory

Das perfekte Beispiel für das hippe, moderne Lissabonist ohne Zweifel die LX-Factory, ein ehemaliges Fabrikgelände zwischen Belém und Lissabon, welches kreativ wiederbelebt wurde. Schon die ersten Schritte auf dem Gelände lassen einen so fühlen, als würde man eine andere Welt betreten, denn der ursprünglicheZustand der Gebäude ist erhalten geblieben und mischt sich heute mit individueller Streetart. Hier reihen sich nicht nur alternative Stores, Studios, Cafés und Restaurants (besonders zu empfehlen ist die „Burger Factory“) aneinander –auch Startups und Agenturen haben in den oberen Etagen der Gebäude Ihre Büros und es existieren Work-Spaces, in die man sich einmieten kann. Auch der Flohmarkt, der jeden Sonntag hier stattfindet, ist ein absolutes Must-Do und gibt Euch die Möglichkeit,
stundenlang zu stöbern, um vielleicht sogar auf Souvenirs und kleine Schätze der anderen Art zu treffen.

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15:00 Uhr: Abstecher nach Belem

Nach einem ausgelassenen Besuch der LX-Factory bietet es sich super an, in das wenige Kilometer entfernte Belém zu fahren –ein Stadtteil Lissabons, der neben vielen Fischrestaurants und gekachelten Häusern vor allem für das „Torre de Belém“ bekannt ist. Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt an der Hafeneinfahrt diente früher primär zur Begrüßung von Seefahrern und zählt heute sogar zu den UNESCO-Welterben. Der Grund, warum Ihr Belém unbedingt einen Besuch abstatten solltet, ist allerdings ein anderer: In dem Bezirk befindet sich die „Confeitería Pastéis de Belém“, wo elend lange Schlangen an Touristen anstehen, um die berühmten Blätterteigteilchen, gefüllt mit einer Eierpuddingcreme, zu probieren. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, kann man sich alternativ auch in die Confeitería hineinsetzen, da man hier am Tisch bedient wird und so um einiges schneller in den Genuss des traditionellen Gebäcks kommt. Der Hype um das Gebäck ist definitiv nicht unbegründet, sie schmecken köstlich und man erhält sogar im Inneren einen Einblick in die Herstellung –natürlich ohne einen Blick auf das Geheimrezept werfen zu dürfen... 16:00 Uhr: Lissabons Promenade Wer die Kalorien der „Pastéis de Belém“schnell wieder verbrennen möchte, kann dies durch eine kleine Fahrradtour zurück in das Zentrum Lissabons entlang der Promenade am Tajo tun. Mit einem der vielen Sharing-Fahrräder hat man die neun Kilometer zurück schnell hinter sich gebracht und kann währenddessen sogar noch einen eindrucksvollen Blick auf die Brücke „Ponte 25 de Abril ergattern“, die sehr stark an die „Golden Gate Bridge“ in San Francisco erinnert.

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17:00 Uhr: Aperatif im "Time Out Market”

Bevor man den Tag in Lissabon mit einem traditionell portugiesischen Abendessen beendet, sollte man eine Runde in der ehemaligen Markthalle an der Promenade drehen. Hier wurde ein großer Food-Court errichtet, der einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Außerdem kann man hierlandestypische Spezialitäten erstehen und das laute Markthallen-Treiben mit einem „Vinho Verde“ und portugiesischen Stockfisch-Krokette von seinem Platz aus beobachten.

18:30 Uhr: Dinner im „Água pela Barba“

Auf eine Empfehlung von Freunden hin besuchte ich während meines Lissabon-Aufenthalts das„Água pela Barba“in der Nähe des zentralen Stadtviertels BairroAlto und ich wurde nicht enttäuscht. Wer Lust auf portugiesische Küche in moderner Form hat, ist hier genau richtig: Ans Herz kann ich Euch besonders den gegrillten Oktopus, das Thunfisch-Tartar und die Lachs-Tacos legen –alle Gerichte werden wie eine Art Tapas serviert, sind zum Teilen ausgelegt und geschmacklich nicht zu übertreffen. Auch die Atmosphäre im Restaurant ist total angenehm und lädt, besonders durch den guten Service, zum längeren Verweilen ein. Trotz der etwas höheren Preise für mich persönlich der perfekte Abschluss eines unvergesslichen Tages in Lissabon!