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Greenwashing, Flugscham und CO2-Kompensation: Sieben Vorurteile über Nachhaltigkeit im Check

Greenwashing, Flugscham und CO2-Kompensation: Sieben Vorurteile über Nachhaltigkeit im Check

München, 18. Dezember 2019 (w&p) – Viel heiße Luft: Ob Brexit, Impeachment-Verfahren oder Nachhaltigkeitsdebatte, es gibt Themen, die man eigentlich mit 2019 hinter sich lassen möchte. Trotzdem ist es wichtig, sich mit ihnen zu beschäftigen. Weil nach wie vor bei vielen Verbrauchern Verwirrung zu den Themen Nachhaltigkeit, CO2-Kompensation und Fliegen herrscht, räumt Flyla, das erste Flugportal das zur Kompensation verpflichtet hat, mit sieben gängigen Vorurteilen auf.

Heilmittel Kompensation: Der CO2-Ausgleich stoppt den Klimawandel

Nach wie vor ist CO2-Kompensation ein umstrittenes Thema. Fakt ist: der Klimawandel lässt sich nicht mit Kompensation stoppen. Sinnlos ist dieses Mittel trotzdem nicht, allerdings handelt es sich um eine Übergangslösung bis beispielsweise alternative Treibstoffe im Massenmarkt einsatzbereit sind. Bis dahin ist es wichtig CO2 nicht nur zu kompensieren, sondern auch einzusparen, wo es möglich ist. Dabei gilt es, zunächst die eigene CO2-Bilanz sorgfältig zu erfassen, um zu verstehen, wo Einschränkungen umsetzbar sind.

Greenwashing: Firmen erkaufen sich mit Zertifikaten ein „grünes“ Image

Umweltschutz und Nachhaltigkeit nimmt bei vielen Verbrauchern einen immer höheren Stellenwert ein, wenn es um Konsumentscheidungen geht. Vielen Firmen sehen sich mit dem Vorwurf konfrontiert, sich mit Zertifikaten zum Ausgleich von CO2-Emissionen lediglich ein umweltfreundliches Image erkaufen zu wollen. Mit dem Ausgleich von CO2 über den Kauf von Zertifikaten, die schließlich Umwelt- und Klimaschutzprojekte weltweit unterstützen, entsteht aber dennoch ein positiver Effekt für den Planten, unabhängig von der Intention des Käufers. Konzentriert man sich also nur auf den Ertrag für die Umwelt, so ist der Kauf von Zertifikaten durchaus sinnvoll.

Flugscham: Fliegen ist der größte Klimasünder

Für insgesamt 2,5 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen war die Luftfahrt im Jahr 2018 verantwortlich (International Council on Clean Transportation). Dies bedeutet aber auch, dass die Luftfahrt für 97,5 Prozent der weltweiten CO2-Ausstöße nicht verantwortlich ist. Dennoch sieht sich die Branche seit mittlerweile vielen Jahren in der Pflicht, um die CO2-Emissionen zu verringern und Fliegen umweltfreundlicher zu gestalten. Beispielsweise über die Forschung im Bereich alternative Treibstoffe. Solange es noch keine optimalen Lösungen gibt, hilft Kompensation. Das Flugportal Flyla kompensiert deshalb die CO2-Bilanz jeden gebuchten Fluges ohne Zusatzkosten für den Kunden.

Direkt ist immer besser: Wann Zwischenstopps umweltfreundlicher sind

Heute betreiben Fluggesellschaften überwiegend Maschinen, die viele Ziele auf der Welt ohne Zwischenstopps erreichen können und für Effizienz und damit Sparsamkeit hinsichtlich Kerosinverbrauchs gerüstet sind. Je nach Fluggesellschaft und Flugzeugtyp kann es allerdings sein, dass ein Zwischenstopp auf einem Langstreckenflug sinnvoll ist. Weil das Flugzeug für den Flug ohne Zwischenstopp komplett vollgetankt werden muss, ist es schwerer als das des Fluges mit Tankstopp und verbraucht dementsprechend zu Beginn der Reise mehr Kerosin. So macht es bei bestimmten Strecken und Flugzeugtypen Sinn einen Zwischenstopp einzulegen und ist umweltfreundlicher als nonstop zu fliegen.

David gegen Goliath: Der Beitrag einer Einzelperson hilft nicht

Im Vergleich mit den USA oder China, trägt Deutschland relativ wenig zu den weltweit anfallenden Emissionen bei. Trotzdem ist es entscheidend, dass Deutschland sich weiter für den Umweltschutz einsetzt.  Deutschlands Vorgehen beim Klimaschutz hat einen wesentlichen Einfluss auf die Politik in der EU und ist daher von globaler Bedeutung. Diese Betrachtungsweise kann auf die gesamte Gesellschaft übertragen werden. Zwar kann ein Einzelner nicht den kompletten Planeten retten, aber er kann Anstöße für andere liefern, sich für die Umwelt und ihren Schutz einzusetzen.

Wirrwarr Ausgleichszahlungen: Wie funktioniert der Prozess?

CO2-Kompensation scheint vielen noch immer sehr unübersichtlich. Unzählige Klicks und das Ausfüllen langer Formulare schrecken Verbraucher ab. Organisationen wie atmosfair und myclimate  bemühen sich, die Kompensation auf der Webseite so intuitiv wie möglich zu gestalten. Hier kann man schnell und einfach direkt Flüge ausgleichen oder auch direkt eine spezifische Wunschmenge an CO2 kompensieren. Noch einfacher ist die Kompensation auf Plattformen wie Flyla oder Meravando, die bei jeder erfolgten Flug- bzw. Kreuzfahrtbuchung automatisch und ohne Zusatzkosten für den Kunden kompensieren.

Superheld Baum: Das Pflanzen von Bäumen rettet die Erde

Nur eine Art von Kompensation oder Maßnahme für den Klimaschutz ist langfristig nicht zielführend. Der alleinige Fokus auf Luftverkehrssteuern, Zuschüsse für Ökostrom oder das Pflanzen von Bäumen wird den Planeten nicht retten. Bäume gelten zwar allgemein als das wirksamste Kompensationsmittel, aber die Aufforstung ist kein einfacher Prozess. Das durch die Bäume gebundene CO2 kann sobald der Baum rottet oder auf andere Weise abstirbt wieder entweichen, sodass es keine verlässliche Berechnungsgrundlage für den Effekt der Aufforstung zum Ausgleich von CO2-Emissionen gibt. Besser ist es daher wenn verschiedene Kompensationsmethoden kombiniert werden und Verbraucher versuchen in allen Lebensbereichen auf den Klimaschutz zu achten.

Über Flyla

Die 2017 in München gegründete FLYLA GmbH ist ein Flugportal, das ausschließlich klimakompensierte Flüge anbietet. Außerdem erhalten eingeschriebene Studenten besonders günstige Flugtickets aus bestehenden Kooperationen mit namenhaften Airlines wie Eurowings, Etihad Airways, und der Lufthansa Group. Alle über Flyla gebuchten Flüge werden CO2-kompensiert. Das Start-Up ist die erste Flugsuchmaschine, die einen Schritt in Richtung Klimaneutralität geht. Für jeden abfliegenden Passagier pflanzt Flyla in Kooperation mit Eden Reforestation Projects mindestens einen Baum. Die Organisation First Climate zertifiziert zusätzlich die Klimaneutralität jeder Verbindung. Alle Flüge können bis zu wenige Stunden vor Abflug über die Webseite www.flyla.de mit nur wenigen Klicks gebucht werden. Das an der TU München gegründete Start-up wurde über das EXIST Gründerstipendium für innovative Ideen des Bundesministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie gefördert.