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Unser Aufbau von Clever Ackern

Unser Aufbau von Clever Ackern

Die aktuelle Corona-Krise stellt nicht nur FLYLA vor neue, nie dagewesene Herausforderungen, sondern auch unsere Landwirt*innen. Wir stehen zwar vor sehr unterschiedlichen Herausforderungen, doch eins haben wir gemein: Während unsere Kund*innen nicht ausreisen dürfen, dürfen die Erntehelfer*innen, die normalerweise zu dieser Zeit Spargel stechen, Erdbeeren pflücken, Kartoffeln setzen usw. nicht in Deutschland einreisen. Man möchte so die weitere Verbreitung des Corona-Virus unterbinden, ein nachvollziehbarer Schritt.

Daher fehlen in dieser Saison rund 300.000 Hilfskräfte in der Landwirtschaft. Um diese Zahl einmal in Relation zu setzen: Augsburg und Mannheim haben jeweils ca. 300.000 Einwohner*innen. Ja, so viele Saisonkräfte fallen in diesem Jahr wohl leider weg - Ihr könnt euch die Sorgen der Landwirt*innen nun wohl etwas besser vorstellen. Für den ein oder anderen landwirtschaftlichen Betrieb ist dieser Ausfall möglicherweise existenzbedrohend. Und nachdem wir nun auch wissen, wie die Bevölkerung auf gähnende Leere in Klopapier-Regalen reagiert, wollen wir uns gar nicht erst ausmalen, was passieren würde, wenn demnächst die Spargelhütten am Straßenrand nicht besetzt wären...

Wir, Fabian und Frederic von FLYLA, sahen es als unsere Verpflichtung, in dieser Situation zu handeln, Existenzen zu retten und die Lebensmittelversorgung der Gesellschaft zu sichern. Deshalb haben wir die Plattform CleverAckern.de ins Leben gerufen. Die Idee dahinter war ganz simple: Landwirt*innen registrieren sich mit der Anzahl der benötigten Hilfskräfte, Zeit und Ort und die Hilfskräfte registrieren sich wiederum mit ihrem verfügbaren Zeitraum und Ort. Betriebe werden dann einfach mit Hilfskräften gematcht und dann z.B. zum Erdbeerpflücken eingesetzt - selbstverständlich gegen Bezahlung. Da im Rahmen der Corona-Krise auch viele Beschäftigte nicht wie gewohnt ihrer Tätigkeit nachgehen können, schien das Ziel von 300.000 Registrierungen auf Seiten der Hilfskräfte zwar ambitioniert, aber durchaus realistisch.

Wir haben unsere Plattform kostenlos zur Verfügung gestellt, denn die Bewältigung dieser Krise erfordert in unseren Augen Solidarität. Eine wahnsinnig große Motivation gab uns das Gefühl, Abhilfe in Zeiten der Krise schaffen zu können, Optimismus zu spenden und Perspektiven zu bieten. Umgedreht haben sich auch sehr viele Menschen bei uns gemeldet, die uns z.B. in der Organisation und Koordinierung unterstützen wollten - so hat auch Ira bei uns angefangen. Wir hatten uns nie so ein großes Engagement erhofft. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal! Wir haben zudem auch sehr viel Zuspruch auf sozialen Netzwerken erhalten - viele Menschen haben uns unterstützt und die Registrierungen sind schnell in die Höhe geschossen.

Auf den sozialen Netzwerken wurde auch immer öfter die Forderung laut, dass sich die bestehenden Plattformen im Sinne aller verbinden sollten. Unsere Initiative von CleverAckern.de war da nur wenige Tage alt, aber auch wir waren uns über die Chancen und Vorteile eines Zusammenschlusses im Klaren. Es ging hier schließlich nicht darum, ein gewinnbringendes Unternehmen hochzuziehen, es gab in diesem Sinne also auch keine Konkurrenz. Zentral waren ausschließlich die Existenzsicherung der landwirtschaftlichen Betriebe, die Sicherung der Ernte 2020. Daher haben wir uns letztendlich entschieden, mit www.daslandhilft.de zusammenzuarbeiten. Das Team von www.daslandhilft.de verfolgt das gleiche Ziel wie wir und ist ebenfalls mit Herzblut bei der Sache. Konkret bedeutet das, dass die Plattform von CleverAckern.de eingestellt wird und die Daten unserer Nutzer*innen, unter ihrer Einverständnis, an www.daslandhilft.de weitergegeben werden. Auch wenn ein kleiner Wehmutstropfen dabei ist, sind wir überzeugt, dass uns alle eine gebündelte Plattform näher ans Ziel bringt: Die Ernte 2020 sichern.

Registriert euch also gerne bei: www.daslandhilft.de und bleibt gesund!

Luftige Grüße
Frederic und Fabian