"Zwei Stunden Später lagen wir zu zweit zwischen Mandrikes Klamotten und leeren Deo Dosen im Zelt"...

Nach ihrem Abitur wollte eine Freundin von mir unbedingt nach Costa Rica. Gesagt, getan, drei Tage nach unserem Abschlussball packte sie ihren Rucksack und wir brachten sie zum Flughafen. Noch nie waren wir länger als eine Woche getrennt gewesen, jetzt wollte sie drei Monate lang dieses fremde Land am anderen Ende der Welt erkunden. DREI MONATE! Keine konnte sich damals vorstellen, so lange voneinander getrennt zu sein. Doch sie war der festen Überzeugung, in diesem fernen Paradies ihr Glück finden zu müssen. Fazit: sie kam erst nach einem ganzen langen Jahr wieder. Bei all den Geschichten, die sie mir erzählte, konnte ich es ihr nicht verübeln, so lange geblieben zu sein. Selbst über die weite Entfernung hatte ich mich ein Stück weit in dieses wilde Land verliebt... Umso lauter musste ich auflachen, als Veronica's Story in meine Inbox flatterte... Wenn eine Kurzgeschichte zusammenfasst, wie chaotisch Dinge in Costa Rica häufig vor sich gehen und ach wie prominent die vielen Rasta-Locken-Surflehrer dort sind, dann ist es ihre! Vorhang auf für Veronica's ungewöhnliches Zelt-Erlebnis:

"Meine spannendste Reisegeschichte ist in Costa Rica enstanden als ich mit meiner besten Freundin nach dem Abi nach Mittelamerika geflogen bin um dort zu backpacken. Wir wollten unbedingt spontan reisen, weswegen wir keine Hostels im Voraus gebucht haben. So kam es, dass wir in unserer zweiten Woche am Abend in einem Surfer-ort ankamen und kein einziges Hostel noch Platz für uns hatte. Weil wir verloren mit all unseren Sachen auf der Straße standen, wurden wir von Mandirike dem Surflehrer angesprochen, der Mitleid mit uns hatte und uns deswegen anbot in einem seiner Zelte am Strand zu schlafen. Der Typ wirkte schon abgedreht aber aus Mangel an Alternativen gingen wir also mit ihm mit."

"Zwei Stunden Später lagen wir zu zweit zwischen Mandrikes Klamotten und leeren Deo Dosen im Zelt, der sich wiederum inzwischen draußen seinen dritten Joint angezündet hatte und  mittlerweile laut angefangen hat zu singen. Nachdem wir die ganze Nacht nicht geschlafen hatten (nicht zuletzt weil Mandrike sehr gern seiner eigenen Stimme zuhörte) sind wir im Morgengrauen aufgebrochen und haben uns in die Lobby vom nächsten Hostel gesetzt. Von da an war die Reise nicht mehr ganz so spontan aber dafür wesentlich entspannter."

"Pura Vida", würde ich der Story in Costa Rica jetzt entgegen bringen, doch ich sitze hier, in Quarantäne, und frage stattdessen euch: Was haltet ihr von Veronica's Abenteuer? Habt ihr Costa Rica auch mal so erlebt? Oder habt ihr ganz woanders auf der Welt noch viel wildere Erfahrungen gemacht? Ich will alles wissen ;)
Nutz doch die Zeit daheim, in Erinnerungen zu schwelgen und mir DEINE Story zu schicken. Wer weiß, vielleicht gewinnst am Ende DU die Flyla Post-Corona Reise nach Südostasien?