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4 Gründe für Bangkok & Tipps von einer Insiderin

Bangkoks lebendige Straßen bei Nacht: Bunte Lichter und Tuk Tuks so weit das Auge reicht.
Fabian
Sep. 29 · 5 Minuten lesen

Ihr kennt die thailändische Hauptstadt bisher nur aus One Night In Bangkok und Hangover 2? Dann solltet ihr Bangkok unbedingt auf eure Bucket List setzen, denn es gibt eine Menge zu entdecken. Von uns bekommt ihr nicht nur vier gute Gründe, warum sich ein Besuch lohnt, sondern auch noch wertvolle Insiderinnen-Tipps von Meike aus Köln, die 2015 ihr Auslandssemester in Bangkok absolviert hat.

Grund 1: Bangkok ist das Mekka für Street-Food-Fans

Eine Frau trägt einen thailändischen Strohhut und bereitet thailändische Spezialitäten zu: Fisch und Meeresfrüchte werden gegrillt und frisches Gemüse wird geschnitten.
| Unsplash License

Die thailändische Metropole ist für die besten Garküchen bekannt. Über 400.000 Straßenstände versorgen tagtäglich Einwohner:innen und Besucher:innen mit preiswerten und köstlichen Gerichten. Welche Leckereien ihr unbedingt probieren müsst, erfahrt ihr weiter unten im Interview mit Meike.

Mit Stäbchen isst man in Thailand übrigens nur in Bangkoks Chinatown. Wundert euch also nicht, wenn ihr herkömmliches Besteck bekommt. Was euch auch nicht wundern sollte: Thailänder:innen essen nie mit Gabeln – das gilt in dem Land nämlich als unfein. Um nicht in Fettnäpfchen zu treten, findet ihr hier einen ausführlichen Artikel zu den thailändischen Tischmanieren und Verhaltensregeln.

Grund 2: Die Geschichte und faszinierende Paläste

Nach der Zerstörung der Hauptstadt Ayutthaya (heute UNESCO-Weltkulturerbe und ein empfehlenswerter Tagesausflug) im Jahr 1767 hat König Rama I. die Stadt Bangkok zur neuen Hauptstadt Thailands ernannt. Der Königspalast Grand Palace, ein Nachbau des ursprünglichen Palastes, ist ein Highlight der Stadt und täglich für Besucher:innen geöffnet.

Im Tempel Wat Phra Kae im nordöstlichen Teil der Palastanlage befindet sich der von den Thailänder:innen verehrte Smaragdbuddha. Der Tradition nach werden die Kleider der Statue, die übrigens aus Jade besteht, dreimal im Jahr vom König selbst gewechselt. Wie bedeutend Traditionen und die Königsfamilie im Alltag der Thais sind, zeigt der Tod von König Bhumibol (Rama IX.) im Jahr 2016. Erst nach einer einjährigen Trauerphase, in denen Beamt:innen nur schwarze Kleidung tragen durften, ein Alkoholverbot galt und von der Regierung sogar eine Hotline eingerichtet wurde, um bei der Trauerbewältigung zu helfen, wurde der König im Oktober im Rahmen einer fünftägigen Zeremonie bestattet.

Wat Arun, Bangkok: ein buddhistischer prachtvoller Tempel
Wat Arun, Bangkok | Unsplash License

Mit der faszinierenden Geschichte Thailands einher gehen die unzähligen buddhistischen Tempelanlagen, die über das ganze Land verteilt sind. Allein in Bangkok gibt es so viele Tempel, dass wir sie hier gar nicht alle aufzählen könnten. Welche Tempel ihr jedoch auf keinen Fall verpassen solltet, sind Wat Arun, der über 80 Meter hohe Tempel der Morgenröte, und Wat Pho, der Tempel des Liegenden Buddha.

Grund 3: In Bangkok gibt’s Nachtleben für jeden Geschmack 

Skyline von Bangkok bei Nacht: Tausende Lichter, Wolkenkratzer und der Fluss Chao Phraya
| Unsplash License

In der Stadt Bangkok, die wegen ihrer Kanäle auch “Venedig des Ostens“ genannt wird, gibt es auch nachts immer etwas zu entdecken. Ob ihr nun auf einem der zahlreichen Night Markets auf Schnäppchenjagd geht oder ob ihr euer Geld lieber in Cocktails in einer Rooftop Bar investieren wollt, bleibt euch überlassen. Bei den Cocktails der Lebua Sky Bar muss man jedoch dazusagen: Billig geht anders. Denn wenn ihr einen Margarita auf der bekanntesten Rooftopbar Bangkoks sippen möchtet, dann zahlt ihr den atemberaubenden Ausblick aus dem 63. Stock mit und die Tatsache, dass Hangover 2 dort oben gedreht wurde. Lasst euch von den hohen Preisen jedoch nicht abschrecken, denn das Panorama ist wirklich einzigartig und gänsehautreif. 

Grund 4: Die Feiertage in Bangkok 

Wenn ihr die Chance habt, müsst ihr Bangkok unbedingt mal während eines Feiertages besuchen. An Loy Krathong, dem Lichterfest, verwandelt sich ganz Thailand in ein Lichtermeer. In Bangkok feiern Thais gemeinsam mit Besucher:innen auf den Straßen oder am Chao Praya Fluss. Am Himmel wimmelt es dann nur so vor Lichtern und auf dem Wasser schwimmen kleine lotusförmige Schiffchen. Ein wahres Highlight. Das Fest findet jedes Jahr zum Vollmond im zwölften Monat des traditionellen thailändischen Mondkalenders statt und fällt für gewöhnlich auf einen Tag in den ersten zwei Novemberwochen.

7 Fragen an Meike 

Eine junge Frau (Meike) sitzt im Schneidersitz in meditierender Position in einem Tempel. Hinter ihr sind farbenfrohe Malereien zu sehen.

Damit ihr einen noch besseren Eindruck von der Stadt bekommt, haben wir Meike aus Köln interviewt. Sie hat 2015 ihr Auslandssemester in Bangkok absolviert.

FLYLA: Hi Meike, warum hast du dich damals für ein Auslandssemester in Bangkok entschieden?

Meike: Das hat mehrere Gründe. Nach dem Abitur habe ich das klassische Work & Travel in Australien gemacht und nun war es an der Zeit, mal ein asiatisches Land kennenzulernen. Thailand liegt außerdem geografisch sehr günstig, man kann von dort aus viele weitere Länder in Südostasien bereisen. Abgesehen davon ist die Chulalongkorn University eine sehr renommierte Uni – da fiel mir die Wahl nicht schwer.

 

FLYLA: Wie waren deine ersten Tage in der Stadt? 

Meike: Ich bin gemeinsam mit zwei Kommilitonen nach Thailand geflogen. Mit ihnen habe ich auch während der Zeit zusammengewohnt. Wir sind eine Woche vor Semesterstart angekommen und haben die ersten Tage damit verbracht, unsere Wohnung mit dem Nötigsten auszustatten und den ersten großen Wocheneinkauf zu erledigen. Natürlich haben wir auch gleich die Stadt erkundet und sind mit den klassischen Tuk Tuks gefahren, die Khao San Road entlang geschlendert und haben zum ersten Mal einen traditionell buddhistischen Tempel besucht. Der erste Eindruck von Bangkok war: laut, etwas dreckig, aber auch authentisch thailändisch – eben kitschig, exotisch, freundlich. Mein Start hätte eigentlich nicht besser laufen können.

FLYLA: Welches Erlebnis wird dir immer in Erinnerung bleiben?

Meike: Die Rollerfahrten über die wunderschönen thailändischen Inseln. Ein absolutes Freiheitsgefühl.

FLYLA: Welche drei Dinge muss man in Bangkok unbedingt gemacht haben?

Meike: 

  1. Chatuchak Market: Größter Wochenendmarkt in Südostasien. Dort gibt es nichts, was es nicht gibt. Fashion, Essen, Haustiere, Krimskrams und vieles mehr.
  2. Grand Palace und Wat Po (Achtung: am Wochenende ist es dort sehr überlaufen) 
  3. Mit dem Tuk Tuk fahren.
Ein buntes Tuk Tuk steht am Straßenrand.
| Unsplash License

FLYLA: Welche drei Dinge muss man in Bangkok unbedingt gegessen haben?

Meike: 

  1. Panang Curry
  2. Papaya Salat
  3. Sticky Rice mit Mango

FLYLA: Kann man von Bangkok aus viele Ausflüge oder Reisen unternehmen?

Meike: Absolut! Mit dem Bus kann man wirklich viel unternehmen und entdecken – mit einer mindestens vierstündigen Fahrt muss man aber schon rechnen, wenn man wirklich etwas sehen will. Die Distanzen in Thailand sind deutlich größer als in Deutschland und der Komfort in den Minibussen geringer. Aber man ist nicht nur auf den Bus angewiesen: Thai Lion Air bietet oft supergünstige Regionalflüge. 

FLYLA: Welche Ausflüge oder Reisen von Bangkok aus kannst du empfehlen? 

Meike: Ich war in Chiang Mai im Norden Thailands. Dort lohnt es sich, eine Tour durch den Dschungel mit Übernachtung im klassischen Bergdorf zu machen. Die Insel Koh Chang liegt im thailändischen Golf auf der östlichen Seite – dort ist es etwas weniger touristisch als in der Ecke um Koh Samui. Die drei Inseln Koh Samui, Koh Phangan (Full Moon Party!) und Koh Tao kann man super in einem abreisen, da es gute Fährenverbindungen gibt. Leider sind viele Insel-Touren ziemlich touristisch. Die Natur ist trotzdem atemberaubend schön. Bisher habe ich nirgendwo auf der Welt so türkisfarbenes Wasser gesehen wie dort.

Zahlreiche Reisfelder, weiter Blick auf die grüne Landschaft Thailands.
Mae Chaem, Mueang Pan, Thailand | Unsplash License
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